Während in Europa der Sport immer mehr organisiert wurde, erweckte Baron von Coubertin die Olympischen Spiele nach dem Muster der antiken Spiele in Griechenland zu neuem Leben.


Zu Beginn der Olympiade der Neuzeit standen alle Disziplinen des Leichtathletiksports jener Zeit, einschliesslich das Seilziehen, auf dem Programm. Das Seilziehen blieb von 1900 bis 1920 auf dem Programm. Nach 1920 wurde Seilziehen durch Mehrheitsvotum bei einer Abstimmung im IOC vom Programm gestrichen, um eine Reduktion der Teilnehmerzahl an den Spielen zu erreichen. Die damalige Entscheidung unterbrach vorübergehend die weitere Entwicklung des Seilziehens auf internationaler Ebene.

Die Tatsache, dass Seilziehen nicht mehr auf dem Programm der Olympischen Spiele figuriert, hatte glücklicherweise nicht das Ende des Seilziehsports zur Folge. Auf der ganzen Welt blieb Seilziehen als Sportbetätigung bestehen. Innerhalb der Leichtathletikverbände war Seilziehen immer noch eine athletische Disziplin und bei verschiedenen Anlässen wie z.B. Jahrmarkt- und Sportfesten war das Seilziehen ein beliebter Wettkampf zwischen Dörfern. Da die nationalen Leichtathletikverbände sich nicht besonders um die Seilziehdisziplin kümmerten, hielten die Mannschaften es für nötig, eine eigene und unabhängige Organisation für den Seilziehsport zu gründen. Der älteste Seilziehverband ist der 'Svenska Dragkamp Förbundet', der 1933 gegründete dänische Seilziehverband. Andere europäische Länder folgten diesem Vorbild; So wurde 1958 der Seilziehverband von Grossbritannien gegründet, ein Jahr später, 1959, folgte die Gründung des niederländischen Seilziehverbandes.

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